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Sprache

Schwerpunkt- Kita



Sprache und Integration

Sprache öffnet das Tor zur Welt und ist damit eine der grundlegenden Kulturtechniken, die in erster Linie durch den Sprachgebrauch mit den engsten Kontaktpersonen( Eltern, Geschwister, Erzieher) erworben wird.
Die alte Weisheit „ Sprache wird durch Sprechen gelernt“hat in unserer Zeit des überwiegend passiven Medienkonsums immer mehr Gültigkeit. Durch zusätzlich qualifiziertes Personal wird es unserer Einrichtung ermöglicht einen Schwerpunkt auf noch mehr Förderung der Sprachkompetenz zu legen.
Ziel der Schwerpunkt Kita- Sprache und Integration ist es offensive frühe Chance für Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf durch eine alltagsintegrierte Förderung zu geben.


PlusKita und Sprachförderkita

Unsere St. Franziskus Kita, ist seit dem 01.08.2015 benannte Plus-Kita( § 16a laut KiBiz) und Sprachförder-Kita. Hierbei geht es um das Ziel, Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit für alle KINDER von Anfang an zu schaffen.
Für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen, wird ihre Herkunftssprache im Alltag berücksichtigt und gewürdigt. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein, sie fühlen sich angenommen. Zugleich beeinflussen die Kenntnisse in der Muttersprache den Erwerb einer Zweitsprache, die umso leichter gelernt wird.


Zusatzkraft für Sprachförderung

Die benannte Zusatzkraft kann nur Unterstützerin für die Kolleginnen bei der Umsetzung und Vorbereitung sein.
Sprache ist für die gesamte kindliche Entwicklung von großer Bedeutung.
Die Förderung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit der Kinder, ist Voraussetzung für das gegenseitige Verstehen, die Akzeptanz von Regeln, das Begreifen von Dingen, Handlungsabläufen und die Toleranz gegenüber Andersartigkeit im Verhalten und Wesen. Die Kommunikation erfährt einen hohen Stellenwert und ist stets gegenwärtig.
Die Fähigkeit zu Erzählen wird gefördert. Sprachanlässe geschaffen, dass heißt eine anregende Umgebung zu bieten, die zur Sprache auffordert.
Die Grundlage für eine gesunde Sprachentwicklung ist Bewegung und eine gute Körperwahrnehmung!


Alltagsintegrierter Sprachförderung

Alltagsintegrierte Sprachförderung bedeutet, das Kind an seinem derzeitigen sprachlichen Entwicklungsstand, mit seinem familiären Hintergrund, seiner Sozialisation und der bisher erworbenen individuellen Persönlichkeit abzuholen.
Im Rahmen seines täglichen Lebens im Kindergarten soll es dann sprachlich begleitet, unterstützt und gefördert werden. Das heißt wir setzen bei den Stärken des Kindes an, um seine Entwicklung insgesamt zu fördern. Die Förderung der sprachlichen Kompetenz jeden Kindes wird in alltägliche Bildungsbereiche integriert.


Die Rolle des Erziehers

Wir, als Erzieher sind gute sprachliche Vorbilder, Impulsgeberinnen und Begleiterin der Kinder in ihrer alltäglichen Kommunikation und schaffen entsprechende Räume und Sprachanlässe. So steht das Kind im Zentrum unseres pädagogischen Handelns.
Durch kontinuierliche Beobachtungen und die Nähe zum Kind bieten wir verlässliche sprachliche Situationen, die das Kind in seinem Selbstbildungspotential unterstützen.


Schaffung von Räumen


Bewegung

Die Bewegung hat eine enorme Bedeutung für eine positive, körperliche und geistige Entwicklung der Kinder. Bewegung ist auch für die Sprachentwicklung von entscheidender Bedeutung. So schaffen wir viele Bewegungsanlässe im Alltag
- Teppiche und Podeste
- Balanciermöglichkeiten in der Gruppe
- Bewegungsbaustellen
- Spielmöglichkeiten in den Fluren
- regelmäßige Waldbesuche
- Spiel auf dem großzügigem Außengeländes


Folgende Kriterien bei der Sprachförderung sind uns wichtig:

- Sprache ist ein Teil der menschlichen Persönlichkeit und Kultur
- Sprache bedeutet Kontakt und Kommunikation untereinander
- Mehrsprachigkeit ist eine Bereicherung
- Sprachwissenschaftliche und entwicklungspsychologische Grundlagen sind
die Basis der Sprachförderung
- Sprachförderung knüpft an Erfahrungen, Kompetenzen und aktuellen
Bedürfnissen der Kinder an
- Sprachförderung soll im Alltag stand finden und ganzheitlich erfolgen
- Die Beobachtung und Dokumentation ist ein grundlegender Bestandteil,
um individuelle Förderung zu ermöglichen
- Intensives Einbeziehen der Eltern( Zugang-und
Beteiligungsmöglichkeiten)
- Größere Vernetzung mit Familienzentren vor Ort, um Zugänge zu
erleichtern, Partizipation zu stärken


Förderschwerpunktbereiche sind:


- Phonologische Bewusstheit ( Lautbildung)
- Semantik( Wörter und deren Bedeutung)
- Grammatik( Satzbau und Wortbildung)
- Kommunikation ( Sprache bereichert soziales Handeln)
- Kognition( Sprachliches Denken entwickelt sich)
- Literacy ( Text- und Sinnverständnis)



Diese Förderschwerpunktbereiche werden bei uns gefördert durch:


• die Gespräche im gesamten Kitaalltag der Kinder untereinander und
zwischen Erzieherin und Kind,
• im Freispiel drinnen und draußen, im Frühstücksrestaurant,
• bei Morgenkreisen, Gesprächskreisen, im Kinderparlament. Die Kinder
verbalisieren ihre Bedürfnisse, Wünsche, Ideen, Meinungen und
Erfahrungen
• Partizipation und Teilhabe der Kinder durch eigene Planungen von
Aktivitäten und Festen
• beim Vorlesen und Erzählen von Bilderbüchern und Geschichten, bei
Rollenspielen, Bildergeschichten, Erlebnisse der Kinder,
• beim Wickeln auf dem Wickeltisch,
• beim Singen von Liedern, beim Reimen, bei Fingerspielen, bei Klatsch-
und Kniereiterspielen
• bei alltäglichen Sprachanlässen in der Kommunikation mit dem Kind
• beim angeleiteten Angebot. Die Kinder müssen die gestellte Aufgabe
verstehen und umsetzen. Während des Angebots finden Gespräche der
Kinder untereinander und mit den Erzieherinnen statt.
• bei Ausflügen , durch Bücherei Besuche
• Vorlesestunden, Singstunden, Projekte zur Vertiefung des Kitaalltags



Überprüfung der Entwicklung von Kindern im Alltag

Wir nutzen zwei Verfahren zur intensiven Beobachtung im Alltag,
die wahrnehmende Beobachtung, aber auch den BaSik- Beobachtungsbogen.

BaSik (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kitas)

BaSik wurde in den Jahren 2010 bis 2014 entwickelt.
BaSik basiert auf einem umfassenden Verständnis von Sprache.
BaSik ist ein strukturiertes Beobachtungsverfahren, das einen umfangreichen Überblick über die sprachlichen Kompetenzen von Kindern bis zum sechsten Lebensjahr gibt.
Es liegt in einer Version für Kinder unter drei Jahren( BaSik – U3 Version) und Kinder über drei Jahren( BaSik- Ü3 Version) vor.

Die Beobachtung erfolgt im pädagogischen Alltag und hat das Ziel, den Sprachentwicklungsverlauf eines Kindes kontinuierlich zu dokumentieren und darüber hinaus auch speziellen Förderbedarf zu erkennen. Die Sprachkompetenzen werden nicht in künstlich herbei geführten Situationen erhoben, sondern in realen Alltagssituationen beobachtet und dokumentiert. Aufbauend auf den Beobachtungen können Maßnahmen einer alltagsintegrierten Sprachbildung abgeleitet werden.

Wichtig ist dabei ein ehr ressourcenorientierter und weniger ein Defizit orientierter Blick auf die sprachliche Kompetenzen der Kinder.
Beim Beobachten geht es auch um das Beobachten und Achten: das Beobachten der Interessen und Bedürfnissen der Kinder, das Achten ihrer Besonderheiten und ihren individuellen Ausdrucksformen , die Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen der Kinder.( Ausschnitt aus dem Buch von Renate Zimmer“BaSik“S2)



Bielefelder Screening (BISC)
Sollte der BASIK Auswertungsbogen noch Unsicherheiten hervorrufen, nutzen wir die Möglichkeit mit unseren Vorschulkindern ca. 10 Monate vor der Einschulung, mit den Kindern das Bielefelder Screening durchzuführen.. Das BISC ist ein mehrfach erprobtes Verfahren zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Durch das Screening können bereits im letzten Vorschuljahr Kinder mit einem Risiko für das Auftreten eines Lese-Rechtschreib-Schwäche identifiziert werden.
Dieses Verfahren kann und wird nur von unseren 3 Fachkräften mit einer BISC-Zusatzausbildung durchgeführt,um somit unverfälschte Ergebnisse zu gewährleisten. Nachdem das BISC durchgeführt worden ist, kann durch die Auswertung festgelegt werden, welche Kinder noch Unterstützung in den Bereichen Sprache, Aufmerksamkeit und Gedächtnisentwicklung benötigen.
Diese Unterstützung wird dann gezielt alltagsintegriert gewährleistet.


Wichtig dabei ist uns, die Kinder individuell wahrzunehmen, ihnen Zeit und Raum zum Erzählen zu geben, ihnen zuhören, sie zu ermutigen sich sprachlich mitzuteilen. Dabei wird auf Blickkontakt geachtet. Außerdem helfen wir den Kindern in ganzen Sätzen zu sprechen, verbessern sie nicht, sondern wiederholen das entsprechende Wort oder den Satz richtig. Wir begleiten und fördern ihre Lernfreude und akzeptieren ihr individuelles Lerntempo.



Die Sprachentwicklung bei Kindern unter 3 Jahren benötigt eine besondere Beziehungsarbeit zum Kind. Der Erzieher muss das Kind besonders beobachten, wahrnehmen und begleiten, damit er individuell auf die Sprachbedürfnisse, Sprachmotivation, das Lerntempo jedes einzelnen Kindes eingehen kann.



Denn Sprache ist der Schlüssel für die weitere Entwicklung unserer Kinder

Familien mit Migrationshintergrund sollten weiterhin motiviert werden, ihre Muttersprache zu nutzen, um dann den Kindern die Zweitsprache zu erleichtern.
Kinder lernen gerade in den ersten Jahren spielerisch. Dies gilt auch für den Spracherwerb. Nicht nur die Familiensprache, sondern auch eine Zweitsprache eigenen sich Kleinkinder viel besser und schneller an als ältere Kinder.
Sprachförderung ist vor allem effektiv, wenn sie früh beginnt. Deshalb werden ihre Kinder vom ersten Tag in unserem Kindergarten in ihrer sprachlichen Entwicklung intensiviert begleitet.
Situationen aus dem täglichen Leben der Kinder werden so gestaltet, dass die Kinder die Möglichkeit haben, wichtige Erfahrungen beim Erlernen der deutschen Sprache zu machen.


Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist wie in allen Bereichen der Erziehung die Basis für eine erfolgreiche Entwicklungsförderung des Kindes. Deshalb ist ein weiterer Schwerpunkt aller Fachkräfte die intensive Zusammenarbeit mit den Eltern.

Inhalte und Methoden der Zusammenarbeit

- Sprachgewohnheiten in der Familie erfragen, besondere Begriffe des Kindes
- Unterstützung der Eltern bei ihrer Muttersprache im Umgang mit ihrem Kind
- Entwicklungsgespräche mit den Eltern zur Sprachentwicklung
- Gezielter Kontakt in Tür- und Angelgesprächen zur gegenseitigen Information
zur Erlebnissen in Kita und Elternhaus
- Eltern- Informationsabende zur kindlichen Sprachentwicklung und Anregungen
für sprachliche Aktivitäten zu Hause initiieren
- Einladen von Experten zu bestimmten Themen ( Beratungsstellen, Logopädie…)
- Zusammenstellung der Sprachdokumentationen ihres Kindes für die Eltern
- mehr interkulturelle Angebote zur besseren Integration
- Die sprachpädagogische Arbeit für die Eltern transparent gestalten
( sprechende Wände, Elternbriefe..)



Hand in Hand für unsere Kinder!



Qualifizierung und fachliche Begleitung des Teams

Die Zusatzkraft soll in der Einrichtung als Multiplikatorin wirken. Fachwissen soll im Team erworben, weitergegeben und umgesetzt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit der Einrichtungsleitung und den Erzieherinnen ist somit eine wichtige Voraussetzung.



Inhalte und Methoden zur Zusammenarbeit im Team

- Durchführung von Qualifikationsmaßnahmen im KigaTeam oder auch im Verbund
( zur Zeit: BaSik- Fortbildung, QM )
- Methoden der Beobachtung und Dokumentation in der Kita optimieren,
Zeitressourcen schaffen
- Regelmäßiger Austausch zu Sprachbeobachtungen und Dokumentationen
im Team
- Kooperation von Experten zu bestimmten Gebieten
( z.B. Logopädie, Musik, Bewegung)
- Beratung bei der Raum- und Materialausstattung
( zweisprachige Kinderbücher/CD`s oder Liedersammlungen)
- Vernetzung und einrichtungsübergreifender Austausch( z.B Grundschule, Kitas)
- Einrichtung eines Arbeitskreises der naheliegenden PlusKitas




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