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Sexualpädagogisches Konzept/ Prävention und Schutz von Kindern


Ein sexualpädagogisches Konzept ist wichtiger Bestandteil der Gesamtkonzeptionen in unseren Kindertageseinrichtungen.
Sexualität in der Kita ist längst kein Tabuthema mehr. In einer Gemeinschaft stellen Kinder schnell Unterschiede zu ihrem eigenen Körper fest. Dies ist ein vollkommen normales Anzeichen einer gut verlaufenden psychosexuellen Entwicklung. Kinder treibt Neugierde an und keine sexuelle Begierde. Diese Sorge haben wir Erwachsenen, die jedoch völlig unbegründet ist. Diese sexuelle Phase ist für die Kinder wichtig, um Lernerfahrungen zu machen für das weitere Leben und für die Beziehung zu anderen Menschen. Wir ermöglichen unseren Kindern diese Erfahrungen machen zu können z. B. durch Doktorspiele, bei denen es natürlich klare Regeln geben muss und die immer mit einem wachsamen Auge der Erzieherinnen in den Blick genommen werden. Aber auch Fragen der Kinder dürfen beantwortet werden. Dabei geht es jedoch in keiner Weise um sexuelle Aufklärung.


Unterschiede zwischen kindlicher Sexualität und Erwachsenen Sexualität

Kindliche Sexualität
Spielerisch, spontan
Nicht auf zukünftige Handlungen ausgerichtet
Erleben des Körpers mit allen Sinnen
Egoistisch
Wunsch nach Nähe & Geborgenheit
Unbefangenheit
Sexuelle Handlungen werden nicht bewusst
als Sexualität wahrgenommen

( Auszug aus: „Sexualpädagogik in der Kita“ von Jörg Maywald)

Erwachsenen Sexualität
Absichtsvoll, zielgerichtet
Auf Entspannung & Befriedigung ausgerichtet
Eher auf genitale Sexualität ausgerichtet
Beziehungsorientiert
Verlangen nach Erregung & Befriedigung
Befangenheit
Bewusster Bezug zur Sexualität


Geschlechterspezifische Sexualentwicklung

Unsere Kindertageseinrichtungen sind für alle Mädchen und Jungen Häuser, in denen sie sich heimisch und geborgen fu?hlen sollen.
Deshalb besteht für die Kinder die Mo?glichkeit, sich im Haus frei zu bewegen und die Ra?ume mit ihren Angeboten individuell und auch ohne Erwachsene zu nutzen. Ju?ngere oder unsichere Kinder werden begleitet und unterstu?tzt, die Welt der Kita zu erobern.
Fu?r die Entwicklung der Geschlechtsidentita?t ist es wichtig, dass Ma?dchen und Jungen in ihrem Rollenverhalten individuell wahrgenommen und respektiert werden. In altersangemessener Form und vom Kind ausgehend wird u?ber Geschlechtermerkmale und Rollenversta?ndnis gesprochen.
Aber auch Regeln und Grenzen werden thematisiert, müssen akzeptiert und eingehalten werden.


Kindliche Sexualita?t

In den ersten Lebensjahren steht das „Bedu?rfnis nach Geborgenheit, Za?rtlichkeit, sinnlicher Na?he und die Lust am eigenen Ko?rper im Vordergrund.“ Babys und Kleinkinder erforschen ihre Umwelt indem sie diese beru?hren, begreifen, Dinge in den Mund stecken. Sie lernen auch ihren Ko?rper kennen. Sie spu?ren empfindliche Ko?rperstellen und entdecken Ko?rpero?ffnungen. Sie probieren einfach aus.
Im Alter von 2-6 Jahren wird den Kindern versta?rkt bewusst, dass sie Ma?dchen oder Jungen sind. Sie setzen sich mit ihrer Geschlechterrolle auseinander.“ Beide mo?chten herausfinden wie sie selbst und wie die anderen Kinder aussehen. Dazu geho?ren z. B. „Doktorspiele“ oder die gemeinsamen Toiletten- Besuche, wo sie sich gegenseitig beim „Pipi machen“ zuschauen. Dieses Erkunden „dient der Kla?rung von Fragen und befriedigt die kindliche Neugier.“ Sie spielen auch nach, was sie geho?rt oder gesehen haben.


Doktorspiele

Außerdem greifen wir aktuelle Anla?sse fu?r Spiel- und Lernprozesse auf. Wir sto?ren die Kinder nicht bei ihren Doktorspielen, schauen bei Interesse mit ihnen Bu?cher zu dem Thema an, besprechen mit ihnen Regeln dazu und schaffen Möglichkeiten für Rollenspiele. Wir verbieten den Kindern nicht, sich aus zu ziehen, achten aber darauf, dass sie vor fremdem Blicken geschützt sind und beobachten aufmerksam den Spielverlauf. Bei Vater-Mutter-Kind- Spielen gehen die Kinder gemeinsam auf Entdeckungsreise. So wie Kinder in anderen Bereichen experimentieren, probieren sie es auch mit ihrem Ko?rper aus. Sie gehen auf Ko?rperentdeckung. Das Wissen um die eigene Ko?rperlichkeit macht Kinder stark und versetzt sie in die Lage „nein“ zu sagen, wenn Grenzen u?berschritten werden. Sie lernen dabei ihre eigenen Bedu?rfnisse, Gefu?hle und Grenzen kennen ebenso wie die der anderen.
Zwischen dem vierten und siebten Lebensjahr entwickelt sich das Schamgefühl bei Kindern.
Es ist uns wichtig, dass das Schamgefu?hl eines Jeden respektiert wird.


Die Sexualerziehung in unserer Kita nimmt keine Sonderstellung ein, sondern ist Bestandteil der Sozial- und Persönlichkeitsbildung eines jeden Kindes.
Um den Kindern gleichzeitig Freiräume wie auch Schutz geben zu können ist es wichtig jedes Kind intensiv zu beobachten und es mit seinen Bedürfnissen,aber auch Ängsten wahrzunehmen. Wir möchten Kinder stark machen »NEIN » zu sagen und als Erzieherin noch sensibler werden. Dazu werden wir das Programm « Faustlos » einführen, um die Kinder in ihrer Persönlchkeitsbildung zu fördern und zu unterstützen.


Wir setzen das folgender Maßen um
• Wir sind sensibel für Fragen der Kinder und hören zu.
• Wir achten darauf, dass das persönliche Schamgefühl eines Jeden respektiert wird.
• Mit unserer Raumgestaltung schaffen wir den Kindern Möglichkeiten, ungestört zu spielen. Wir bieten ein geborgenes Umfeld (Kuschelecken, Decken, Nischen, gedämpftes Licht).
• Wir schaffen einen gesunden Raum für Nähe und Distanz
• Den Kindern stehen viele Materialien zur Verfügung, die unter dem Aspekt der Körperwahrnehmung förderlich sind
• Wir stellen den Kindern ausgewähltes Bild- und Buchmaterial zur Verfügung.
• Durch Angebote mit Materialien wie Kleister, Fingerfarbe, Lehm, Matsche, Bohnenbad usw. machen die Kinder wichtige Körpererfahrungen.



Uns ist es wichtig dass…….
• die Kinder in der Wahrnehmung ihrer Gefühle gefördert werden.
• die Kinder sensibilisiert werden, eigene Gefühle und die Gefühle anderer Menschen zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren (Partnerschaft, Zärtlichkeit, Rücksichtnahme, "Nein" sagen können).
• die Kinder ihren eigenen Körper wahrnehmen und akzeptieren.
• die Kinder im Finden und Erkennen der eigenen Identität unterstützt werden.
• die Kinder den gleichberechtigten Umgang zwischen Mädchen und Jungen erleben und akzeptieren.
• die Kinder erfahren, dass Alles was Sie nicht wollen als „Nein“ akzeptiert wird
• das Kind seinen Bezugserzieher zum Wickeln oder Toilettengang selbst bestimmen kann
• die Kinder lernen ihre Bedürfnisse, sich selbst zu entdecken, in der Öffentlichkeit zurückzunehmen, zum Schutz anderer
• das Selbstwertgefühl von Mädchen und Jungen spielerisch gestärkt wird.
• Kinder die eigene Sexualität als einen positiven Lebensbereich bejahen.
• die Kinder eventuelle Ängste, Hemmungen ablegen und Sicherheit erfahren.


Dazu ist es notwendig allgemeine, für uns spezifische Regeln festzusetzten
- Kinder dürfen sich zurückziehen- geschützter Raum vor Blicken
- Geschlechtsteile werden von uns deutlich als Penis und Scheide benannt
- Kinder werden im geschützten Raum vor den Blicken anderer geschützt, umgezogen
- In Fluren und Gruppenraum bleibt die Unterhose an
- Die Möglichkeit ihre Bedürfnisse auszuleben, wird gegeben
- Es darf nichts in Körperöffnungen gesteckt werden und / oder abgebunden werden, weder bei sich selbst noch bei anderen
- Berücksichtigung des altersspezifischen, kulturellen und religiösen Hintergrundes

Dazu benötigen wir geeignete Räume für die es Regeln geben muss

1. Regeln für den Wickelbereich
- Kinder wählen ihren Bezugserzieher zum Wickeln möglichst selbst aus
- Kurzzeit- Praktikanten sind vom Wickeln ausgeschlossen
- Das Zuschauen beim Wickeln oder Toilettengang darf nur mit Erlaubnis des betreffenden Kindes stattfinden
- Freies Spiel am eigenen Körper ist erlaubt
- Mit Kindern vorher besprechen“ ich muss jetzt mal den Penis/die Scheide sauber machen, damit sie wissen , was als nächstes passiert


2. Regeln für Doktorspiele
- Die Erzieherinnen achten auf die Konstellation und haben ein Ohr darauf
(das schwache Kinder nicht von starken Kindern ausgenutzt werden)
- Es gilt das Codewort : “NEIN“, wenn bei dem Kind die eigene Grenze erreicht ist
- Eltern werden informiert, wenn es um prekäre Situationen geht


3. Regeln für die Toiletten/ Waschraum
- Die Intimsphäre jedes Kindes wird gewahrt (Tür beim Toilettengang schließen)
- Erzieherinnen geben Schutz, indem sie gegebenenfalls auch vor den Toiletten stehen bleiben, solange es das Kind benötigt
- 2 Kinder dürfen im gegenseitigen Einverständnis gemeinsam zur Toilette gehen, zuschauen, sich unterhalten
- Erstellen einer Toilettenampel für jede Waschraumtür zum Schutz

4. Regeln für den Wasserspielraum
- Kinder gleichen alters dürfen, wenn das alle Kinder möchten, auch nackt in die Badewanne
( Ausnahme Windelkinder- mit Schwimmwindel)
- Rücksichtnahme auf das Schamgefühl jedes Kindes
- Nackte Kinder dürfen nicht für die Doku fotografiert werden
- Aushang von Dokumentationen im Flur sind erlaubt
- Religiöse oder kulturelle Hintergründe beachten

5. für das Außengelände
- Die Kinder tragen draußen eine Badehose oder Badeanzug
- Urinieren auf dem Außengelände ist nicht erlaubt
- Im Wald dürfen Kinder diese Erfahrung jedoch machen
- Die Kinder werden vom Matschbahnspielen draußen in einem abgetrennten Duschbereich abgeduscht
- Die Eltern cremen ihre Kinder morgens zu Hause ein, bei den Übermittagskindern übernehmen das ausschließlich die Erzieherinnen mit der von zu Hause
mittgebrachten Sonnencreme.

6. Regeln für die Matheecke / das Atelier
- Bei Angeboten wie z.B. Kleisterangeboten, Rasierschaum dürfen die Kinder ihre Oberteile ausziehen

7. Flure und andere offene Bereiche
- Kinder sollen in diesen Bereichen nur angezogen spielen, um sie vor fremden Blicken zu schützen
- Das Umziehen, wo Nacktheit erforderlich ist( Einnässen) ist nur im geschützten Raum erlaubt

Einbeziehung der Eltern in unsere pa?dagogische Arbeit

Die Erarbeitung einer sexualpädagogischen Haltung in unserem Team, bei der eine konstruktive und kooperative Elternarbeit angestrebt und eine Kommunikationskultur initiiert wird, die im Sinne aller Beteiligten, Konflikte nicht vermeidet, sondern bearbeitet und löst, macht für uns Elternarbeit zu einer lohnenswerten Aufgabe. Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit ist die Anerkennung der Tatsache, dass unterschiedliche Erziehungsstile, Werte, Einstellungen und Sichtweisen, bezogen auf die Sexualität der Kinder, aufeinanderprallen können. Auch wenn unterschiedliche Vorstellungen über kindliche Sexualität oder eine angemessene Sexualerziehung im Kindesalter die Zusammenarbeit manchmal erschweren können (z.B. bei unterschiedlich kulturellem Hintergrund), muss ein regelmäßiger Austausch aufrechterhalten werden. Wir möchten die Eltern unterstützen und begleiten, denn sie haben viele Fragen zur kindlichen Sexualität.
Regeln, Grenzen, präventive Arbeit zum Schutz der Kinder, geben Eltern mehr Klarheit und Sicherheit im Umgang mit kindlicher Sexualität.

„Das Vergnügen, das Lernen und Verstehen bereiten, ist eines der wichtigsten und grundlegenden Gefühle, die ein Kind erfährt, wenn es allein, mit anderen Kindern oder Erwachsenen zusammen neue Erfahrungen macht.“ (aus Reggio)

Sexuelle U?bergriffe unter Kindern

„Kindliche Sexualita?t ist eine positive, ganzheitliche Lebenserfahrung. Beim Ausprobieren kann es auch zu Grenzverletzungen kommen.
Grenzen ko?nnen unabsichtlich verletzt und durch eine Entschuldigung korrigiert werden. Manchmal gibt es aber auch Situationen, in denen Ma?dchen und Jungen mit Drohungen, Erpressung oder Gewalt gezwungen werden. Hier spricht man von sexuellen U?bergriffen unter Kindern.“ (Carmen Kerger-Ladleif, Diplompa?dagin, Fach- beraterin und Supervisorin)

Ein sexueller U?bergriff unter Kindern liegt dann vor, wenn sexuelle Handlungen durch das u?bergriffige Kind erzwungen werden bzw. das betroffene Kind sie unfreiwillig duldet oder sich unfreiwillig daran beteiligt.

Wenn wir in der Kita zu der Einscha?tzung gelangen, dass ein sexueller U?bergriff vorliegt, ist es unsere pa?dagogische Verantwortung einzugreifen, dies ergibt sich verpflichtend aus dem gesetzlichen Kinderschutzauftrag. Das betroffene Kind steht zu erst einmal im Fokus und erha?lt die ungeteilte Aufmerksamkeit. Es soll das sichere Gefu?hl haben, dass ihm von den Erwachsenen beigestanden wird und dass es nicht verantwortlich ist. Das Kind soll Raum fu?r seine Gefu?hle bekommen und die Bestätigung, dass sie berechtigt sind.
Das u?bergriffige Kind wird im Anschluss daran mit seinem Verhalten konfrontiert. Das Kind erlebt dadurch, dass seine Macht ein Ende findet, sobald sich eine verantwortliche, erwachsene Person einschaltet und ihre positive Autorita?t zugunsten des betroffenen Kindes nutzt. Das Ziel des Umgangs mit dem u?bergriffigen Kind ist es, die Einsicht des Kindes in sein Fehlverhalten zu fo?rdern. Das ist aus fachlicher Sicht der beste Schutz fu?r das betroffene Kind und zugleich der einzige Weg fu?r das u?bergriffige Kind, mit solchen Verhaltensweisen aus eigenem Antrieb aufzuho?ren. (Siehe dazu auch Ulli Freund, Dagmar Riedel-Breidenstein, Strohhalm e.V.)



Präventive Arbeit in unseren Einrichtungen

Alle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind geschult. Verschiedene Schutzprogramme der präventiven Arbeit in den Einrichtungen werden bereits umgesetzt.

Einige wichtige Grundsätze erfolgreicher Präventionsarbeit:

• Prävention ist eher eine Erziehungshaltung keine zeitlich begrenzte Maßnahme.
• Präventive Maßnahmen richten sich in erster Linie an Erwachsene, erst in zweiter Linie an die Kinder. Damit wird die Verantwortung für die Prävention
an die Erwachsenen delegiert.
• Korrekte und konkrete Informationen zum sexuellen Missbrauch sind unabdingbar: so umfassend wie nötig und so exakt wie möglich!
• Prävention sexuellen Missbrauchs ist ohne entsprechende Sexualerziehung / Sexualaufklärung / Sexualpädagogik unmöglich. Die Terra incognita kindlicher
Sexualität gilt es zu erforschen.
• Um der heterogenen Vielfalt der alltäglichen Lebenskontexte gerecht zu werden, muss die Zielgruppenspezifik (Geschlecht, Migration…) unbedingt
berücksichtigt werden.

Kinder stark machen( Selbstsicheres Auftreten, Durchsetzungsvermögen, Willensstärke, positives Selbstwertgefühl), Grenzen benennen dürfen und Regeln einhalten sind Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit mit denen wir uns in den kommenden Monaten, intensiv auseinander setzen werden.

Präventionsprogramm: „Faustlos“

Das Faustlos-Programm für den Kindergarten wurde am Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie des Universitätsklinikums Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Cierpka entwickelt und evaluiert.
Das Programm stärkt die Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen. Es bietet einen besseren Umgang und Ausdruck von Gefühlen, Grundgefühle kennenzulernen und Impulsekontrolle zu erlangen (Probleme selbstständig lösen). Die Steigerung von Selbstwertgefühl und korrekter Handlungskompetenz werden gefördert.
Wut und Ärger werden bei Faustlos als normale Gefühle verstanden und zugelassen. Der Umgang mit Wut bedeutet, die Kinder zu befähigen, ihre negativen Gefühle zu regulieren und erste Stressbewältigungsstrategien zu erlernen.
Die Kinder werden ermutigt, auch einem Erwachsenen oder dem Freund von seinem Ärger zu erzählen. Kinder erlernen, das reden eine gute Strategie ist, sich zu beruhigen. Denn erst wenn man sich beruhigt hat, kann man sich einer guten Problemlösung widmen.
Regelmäßig werden wir das Programm in der Woche mit den angehenden Schulkindern durchführen. Die Kinder lernen dabei ihre Gefühle klar zu benennen, Grenzen zu setzen aber auch die Anderer zu erkennen.




Handlungsleitfaden bei Vermutung einer Kindeswohlgefährdung

Was tun bei einer Vermutung?
? Nichts auf eigene Faust unternehmen!
? Keine direkte Konfrontation des Kindes mit der Vermutung!
? Keine eigenen Ermittlungen zum Tathergang!
? Keine eigenen Befragungen durchführen!
? Keine Information an die/den vermutlichen Täter!
? Zunächst keine Konfrontation der Eltern des vermutlichen Opfers mit der Vermutung!

Erste Schritte:
? Ruhe bewahren
? Zuhören, ernst nehmen. Verhalten des betroffenen Menschen beobachten und dokumentieren! Wichtig: Datum, Uhrzeit, Vorfall
Gegebenenfalls mit den Kindern noch einmal die Regeln besprechen. Diese sollten in allen Teams besprochen und verschriftlicht werden.
? Die eigenen Grenzen wahrnehmen erkennen und akzeptieren.
? Hilfe holen. Einrichtungsleitung / Team / Verbundleitung
? Wahrnehmungen austauschen
? Bei wiederholter Beobachtung zunächst Information an die Einrichtungsleitung, dann Beratung und Hilfe der „insoweit erfahrenen Fachkraft“ einholen


Kompetenzen der „insoweit erfahrenen Fachkraft“:

? Basiskompetenzen
? Spezialkenntnisse

Weitere Schritte:

Die „insoweit erfahrene Fachkraft“ macht eine Gefährdungseinschätzung und wird den Prozess und das weitere Vorgehen begleiten /organisieren.

Bei begründeter Vermutung wird diese die Fachberatung (Caritas, Frau Lindner) und/oder das Jugendamt (ASD) hinzuziehen. Das Gefährdungsrisiko wird eingeschätzt und weitere Handlungsschritte besprochen.

Zuständige Mitarbeiter des Jugendamtes:

Reckenfeld: Herr Lösing 02571/920274
reckenfeld: Frau Deddens 02571/920370
Greven: Frau Damhorst 02571/920288

Vermeidung einer (weiteren) Kindeswohlgefährdung durch Meldung an das Jugendamt und von dort ggf. an das Familiengericht.

Missbrauchsbeauftragte des Bistum Münster: 0251/4956030


Fazit:? Für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben des § 8a gibt es leider keinen Königsweg.Erfolgsfaktoren sind neben den fachlichen Kompetenzen die
Bereitschaft und Fähigkeit zur Koopertation und eine wertschätzende Haltung gegenüber dem System Familie Das Wohl des Kindes steht zu jeder Zeit im
Vordergrund! Kinderschutz hat Vorrang vor Datenschutz!







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